Ein Best-Of-Programm mit zahlreichen neuen Dada-Taten
CABARET DADA: Co2-Macht-High

inspiriert von H. Ball, T. Tzara, E. Hennings, R. Haussmann, E. von Freytag-Loringhoven und vielen anderen Dadaisten
In einer Bühnenfassung von Peter Kratz

Regie: Peter Kratz
Bühne: Enno Craiss
Kostüm: Laura Yoro
Mit: Marius Hubel (DADA TOTO), Andreas Klaue (DADA HAHUBALAY), Bernhard Linke (DADA PIMPERLING) sowie als Gast: Josephine Tancke (DADA QUEEN EYELIN)

Premiere: Sonntag, 28. Juni 2020, weitere Vorstellungen bis 24. Juli 2020 (siehe Spieltermine)

Dada, stark: Familie Dada im Urlaut-Wald wurde der Überraschungserfolg der Spielzeit 2016. Im Jahr darauf triumphierten Dada Toto, Dada Pimperling und Dada Hahubalay zusammen mit Gertrude Stein. Die genussreiche, schräge Rückschau zum 100. Welt-Dada-Geburtstag mündete in den Plan einer Welttournee. Nun ist es so weit – nein, sogar noch weiter.

Was so viel bedeutet wie: Legen Sie Ihr Geld in Dada an. Kaufen Sie Eintrittskarten, so viele Sie können. Ihr Zwerchfell wird Ihnen Dada danken!

Nicht nur ist im Theatersommer die Zeit reif für einen neuen Dada-Abend, die Herren Dada bekommen es jetzt mit dem Klimawandel zu tun. Und mit einer jungen Frau, die sich von den Dreien zur Dada Queen Eyelin krönen lässt. Als solche erhebt sie das bisherige Trio in den Adelsstand eines surrealen Quartetts, wobei sie die Herren-Riege mit weiblichem Charme und rotzfrecher Energie mächtig aufmischt. Und so zeigen die Dadas auf der Tournee eben nicht nur ein Best-of-Programm, sondern entscheidend Neues – namentlich planen sie die Rettung der Welt durch Dada. Unter dem Motto CO2-Macht-High legen sich die Dadas mit der Großindustrie an und entwickeln aberwitzig-anarchische Überlebensstrategien. Ein dadaistischer Filterprozess wandelt CO2 in eine legale Wunderdroge um, mit der man die Welt verändern will. Dabei dadaisiert sich das neue Quartett mithilfe von unfassbarem Größenwahn, grandioser Selbstüberschätzung und genialem Dilettantismus in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer hinein. Mehr wird nicht verraten, außer: Wer mit Dada die Zukunft retten möchte, der ist nicht allein auf der Welt – schon gar nicht im magischen Kreis der Rondellbühne!

 Was ist DADA?

DADAISMUS
Internationale revolutionäre Kunst- und Literaturrichtung um 1920, die jegliches künstlerisches Ideal negiert und absolute Freiheit der Produktion sowie einen konsequenten Irrationalismus in der Kunst proklamiert.

DADA ist …
… das achte Weltwunder. Dada ist ein Organismus, der sich aus dem Nichts speist und alles will. Dada ist existenziell aber niemals resignativ: Vieles zum Weinen, doch Dada ist auch Lachen. Dada ist provokativ, will aufrütteln, weil die Masse Mensch im Dämmerzustand ein gefährliches Untier ist. Dada ist stets konventionslos! – Und zehn Gebote hat Dada auch nicht im Gepäck. Aber ein wenig spirituell muss es doch zugehen. Denn ohne Meta-Dada gibt es kein Erden-Dada. Da Dada alles und nichts und das Gegenteil sein kann, gilt: Dada ist der <<Platzhalter des Nichts>>, eine geistig-moralische Lockerungsübung von strengen Sinndiktaten. Und Dr. Serner verkündete aller Welt eine immerwährend gültige Dada-Weisheit: „Kein Sinn haben wollen ist ein neues. Dem Kosmos einen Tritt! Vive Dada!!!“
(von Dada Appendix aus „Dada Almanach“, herausgegeben von A. Puff-Trojan und H. M. Compagnon bei Maniche Züresse)

Der DADAIST
„Der Dadaist liebt das Außergewöhnliche, ja, das Absurde. Er weiß, dass er sich im Widerspruch des Lebens behauptet und dass seine Zeit, wie keine vorher, auf die Vernichtung des Generösen abzielt. Jede Art von Maske ist ihm darum willkommen. Jedes Versteckspiel, dem eine düpierende Kraft innewohnt. Das Direkte und Primitive erscheint ihm inmitten enormer Unnatur als das Unglaubliche selbst.“ Hugo Ball