DIE WAND
nach dem Roman von Marlen Haushofer
Aufführungsrechte: Ullstein Verlag

Inszenierung: Christiane Wolff
Kostüme: Claudia Flasche
Mit:  Inga Kolbeinsson
Premiere (Wiederaufnahme): Sonntag, 24. Juni 2018, weitere Vorstellungen bis Do. 2. August 2018 (siehe Termine)

Eine Frau ist mit Freunden aus der Stadt in die Berge gefahren. Während das Ehepaar hinunter ins Dorf geht, zieht sie es vor, in der Jagdhütte zu bleiben. Als ihre Gastgeber nicht zurückkehren, macht sie sich auf die Suche und stößt auf ihrem Weg an ein unsichtbares Hindernis. Jeder Versuch, dieses Etwas zu durchbrechen, scheitert. Komplett auf sich zurückgeworfen, stellt sich die Heldin dem Überlebenskampf in der Natur und öffnet sich einem erstaunlichen Selbstfindungsprozess. Das Annehmen des Daseinskampfes löst radikales Erleben aus und eröffnet ihr die Möglichkeit, den Sinn des Lebens neu zu empfinden. Diese Inszenierung erzählt vom Phänomen eines wiedergefundenen Bewusstseins – vom Weg aus dem Burnout durch die Pracht der Einsamkeit.

Marlen Haushofer ist eine Repräsentantin der jungen Generation der österreichischen Literaten nach 1945. Nach ihrem Tod 1970 wurde es still um ihre literarischen Werke. Erst mit der Neuauflage ihres außergewöhnlichen Romans „Die Wand“ 1983 schenkte man ihrem literarischen Schaffen wieder mehr Aufmerksamkeit. Der Roman wurde 2012 Grundlage für einen viel beachteten Film.

Stadt denken unter freiem Himmel
Mit „Stadt der Träume“ und „Die Wand“ begibt sich der Theatersommer auf eine spannende Forschungsreise: Die beiden Inszenierungen setzen sich auf theatralisch-humorvolle und poetische Weise mit unserem städtischen Leben auseinander. Das Freilichttheater als Rahmen verstärkt die Wirkung beider Stoffe auf ganz besondere Weise zu einem neuen, intensiveren Theatererlebnis.

Eine weitere interessante Komponente erhält das Theaterprojekt durch die unterschiedlichen inszenatorischen Handschriften der beiden Regisseure und künstlerischen Leiter des Theatersommers, Christiane Wolff und Peter Kratz.