DIE WAND
Nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer,
Aufführungsrechte bei Ullstein Buchverlage GmbH Berlin

Für den Theatersommer bearbeitet von Christiane Wolff

Inszenierung: Christiane Wolff
Bühne: Christiane Wolff

Besetzung:  Inga Kolbeinsson
Premiere (Wiederaufnahme): Sonntag, 30. Juni 2019, weitere Vorstellungen bis Mo. 5. August 2019 (siehe Spieltermine)

Das Solitärstück „Die Wand“ nach Marlen Haushofers Roman erlebte im Theatersommer 2018 einen überraschenden, großen Erfolg: Die kleine Rondell-Bühne erwies sich als wie geschaffen für diese außergewöhnliche Inszenierung. Die besonderen poetischen Qualitäten der Bearbeitung verbinden sich mit der verdichteten, intensiven Darstellung der großartigen Schauspielerin Inga Kolbeinsson: Sie „verwandelt“ die Bühne kraft ihrer Ausstrahlung wie mühelos in die Bergwelt des Stückes, nimmt die Atmosphäre des Gartens gleichsam mit; so bringt sie die existentielle Lage der Hauptfigur hoch konzentriert, ja hautnah auf den Punkt. Den Auftakt bildet ein Rätsel. Im Zentrum der Geschichte jedoch steht das einfache Dasein des Menschen – seine Gedanken und Gefühle, sein Tun, sein Schicksal. Eines Morgens, in den Bergen, schließt eine unsichtbare Wand die Erzählerin ein. Sie sieht sich einer unfassbaren Herausforderung gegenüber: dem Überleben in der Natur. Der Daseinskampf fordert ihr die extremsten, hellsten und dunkelsten Gefühle ab und führt sie zu etwas ebenso Neuem wie Ursprünglichem. Jenseits der alltäglichen Ablenkung öffnet sie sich allen Veränderungen und saugt das Hier und Jetzt so intensiv auf wie nie. Dieses Theatererlebnis erzählt vom Phänomen eines wiedergefundenen Bewusstseins – vom Weg aus dem Burn-out in die Pracht der Einsamkeit!

 STORY - INHALT
Eine Frau ist mit Verwandten in die Berge gefahren. Während das Ehepaar hinunter ins Dorf geht, zieht die Frau es vor, in der Jagdhütte zu bleiben. Als ihre Gastgeber nicht zurückkehren, macht sie sich auf die Suche und stößt auf ihrem Weg an ein unsichtbares Hindernis. Jeder Versuch, dieses Etwas zu durchbrechen, scheitert. Komplett auf sich zurückgeworfen, stellt sich die Heldin dem Überlebenskampf in der Abgeschiedenheit der Natur und öffnet sich einem erstaunlichen Selbstfindungsprozess. Zu ihren Gefährten – dem Jagdhund Luchs, der Kuh, der Katze – entwickelt die Heldin eine tiefe, reine Liebe.

Das Annehmen des Daseinskampfes löst radikales Nachdenken aus und eröffnet ihr die Möglichkeit, den Sinn ihres Lebens neu zu empfinden. Sie überlässt sich allen Lebensgefühlen, von Verzweiflung und Angst bis zu hingebungsvoller Liebe. „Etwas Neues wartete hinter den Dingen“: Eines Tages ist der Schnee der Schnee, die Sterne
sind die Sterne, die Freude die Freude. Sie selbst aber ist sie selbst, verbunden mit allem zu einem großen Wir, ein Dasein in Frieden – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

„Ein Solostück – das gab es noch nie. Und das neue Element funkelt und blitzt, weil hier ein besonderes Stück von einer fantasievollen Regisseurin und einer großartigen Darstellerin zu einem subtilen Bühnenstück geformt wurde.“
– Ludwigsburger Kreiszeitung –