HAMLET
Ein Spiel von Macht, Zweifel und dem Preis der Wahrheit – draußen, unter freiem Himmel.
von William Shakespeare
Der Theatersommer Ludwigsburg hat eine tiefe Shakespeare-Tradition, die wir im „HAMLET“-Jahr 2026 auffrischen werden. In unserer grünen Oase – die Palast und Abgrund zugleich sein kann – sitzen die Zuschauer*innen ähnlich wie im Globe Theatre ganz nah am Geschehen und werden im Zweifelsfall mit einbezogen.
Eine Schauspieltruppe von 6 Spieler*innen versammelt sich, um diese Geschichte zu erzählen. Sie teilen sich die Rollen, wechseln Gewänder, treten einander gegenüber. Sie spielen nicht vor uns – sie ringen mit Hamlet, mit den Fragen, mit sich selbst.
2026 ist Hamlet kein ferner Prinz mehr. Er oder sie ist die Verkörperung eines zeitgenössischen Gefühls: die Wut einer veränderungsmüden Generation, die nicht genau weiß, gegen wen sie sich eigentlich richtet. Die Trauer um eine Illusion – die Illusion, dass die Welt ein gerechter Ort sei. Und zwischen all dem: die Frage, wie wir handlungsfähig bleiben können, ohne dabei selbst zu dem zu werden, was wir bekämpfen.
Der junge Hamlet trauert um seinen Vater – doch die Welt dreht sich weiter. Seine Mutter heiratet kaum sechs Wochen nach der Beerdigung den Bruder seines Vaters, der nun König wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren, und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius‘ Schuld zu beweisen. Hierfür nutzt er die Mittel des Theaters, doch aus Spiel wird bald Ernst und aus Leidenschaft Schuld.
Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Und was bleibt von uns, wenn wir kämpfend selbst zu dem werden, was wir bekämpfen?
Sein oder Nichtsein – was ist es wert, dafür zu kämpfen?
Regie: Christine Hofer
Regieassistenz: Sophia Reisgies
Bühnenbild: Dirk Seesemann
Bühnenbau: Leonie Thiele
Es spielen: Sebastian Egger, Felix Jeiter, Linda Prinz, Marvin Rehbock, Sophia Reisgies, Undine Schmiedl
Premiere: Samstag, 13. Juni 2026
weitere Vorstellungen bis 12. Juli 2026
PRESSESTIMMEN
werden nach der Premiere veröffentlicht
