Eine rasante Komödie  – der Off-Westend Hit aus London
HOW TO DATE A FEMINIST
von Samantha Ellis
Deutsch von Silke Pfeiffer
Aufführungsrechte: Rowohlt Verlag GMBH – Theater Verlag –

Inszenierung: Peter Kratz
Bühne: Enno Craiss
Regieassistenz: Ruth Süpple
Kostüm: Penelope Coçar

Mit: Bernadette Hug, Bernhard Linke
Premiere: Freitag, 14. Juni 2019, weitere Vorstellungen bis Sa. 7. September 2019 (siehe Spieltermine)

Was haben Frauen und Männer gemeinsam? Beide reden liebend gern über „Frauen und Männer“, oft genug geht es dabei heiß her. Aufs Stichwort nämlich läuft im männlichen wie im weiblichen Kopfkino der Thriller „Typisch Mann, typisch Frau“ sowie dessen beliebter Teil 2, „Typisch Beziehung“.

Ein abendfüllendes Thema, voller Emotionen – und voller Rollenbilder, die weitere Emotionen auslösen: Kettenreaktion! Minenfeld! Sind wir wirklich schon bei der Gleichberechtigung angekommen? Viele Frauen sagen nein. So mag der Weg zum guten Miteinander der Geschlechter vorgezeichnet sein, frei von Turbulenzen ist er noch lange nicht. Inmitten der Wirrungen wächst jedoch durchaus Hoffnung …

Die britische Dramatikerin Samantha Ellis hat all dies fein beobachtet und zu rasanten Dialogen verschnürt, die ihren paarig angeordneten Hauptfiguren scharf von der Zunge gehen – und ordentlich unter die Haut. Bis sie hoffentlich herausfinden, was sie wollen: von sich selbst und vom Leben. Samantha Ellis hat sich vor allem als Autorin von Theaterstücken und Hörspielen einen Namen gemacht. Ihr Erfolgsstück How to date a Feminist, in England bereits Kult, hatte erst vor Kurzem Deutschland-Premiere. Im Theatersommer kann es durchstarten!

 STORY - INHALT

Wonder Woman meets Robin Hood: Doch sie steht auf Machos und er auf Gleichberechtigung – und schon beginnen die Dinge, sich zu verwickeln. Als Kate und Steve sich kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick.

Aber es ist für beide nicht die erste Liebe. Die selbstbewusste Journalistin Kate hat sich frisch von ihrem Lover-Boss Ross getrennt. Ross ist ein typisches Exemplar der Spezies Mistkerle, ein dominanter Draufgänger. Von seinem Blick fühlt Kate sich ausgezogen, von ihm selbst stark angezogen. Wie nicht anders zu erwarten, ertappt Kate ihren Ross jedoch alsbald inflagranti mit der Praktikantin.

Im Trümmerfeld ihrer persönlichen Enthüllungs-Story ist Steve Balsam für Kates verletzte Seele. Gestört wird seine heilsame Wirkung durch die verflossene Verlobte Carina, denn Steve und sie sind natürlich „Freunde geblieben“.

Mehr noch irritiert Kate das Gravitationsfeld von Steves Mutter: Morag versprüht den spröden Charme der emanzipierten Alt-Frauenrechtlerin. Ihren Sohn hat sie mit eiserner Faust zum mustergültigen Feministen geformt. So ist der nette Steve zwar total rücksichtsvoll, jedoch zum Verzweifeln zaghaft, und er denkt zu viel nach.

Logisch, dass Kate Steve umerziehen will: Mach schon, nimm mich! Auch Steve will Kate umerziehen: Erst fragen, dann lieben! Während die wechselseitige Umerziehung auf Hochtouren läuft, beschließen die beiden zu heiraten. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse.

Beim Hochzeitsfest trifft die Aktivistin Morag auf Kates Vater, einen traditionsbewussten Lebemann, geschieden wie sie. Brautvater Joe nähert sich so skandalös wie einvernehmlich der Bräutigamsmutter. Deren Sohn Steve bekommt derweil die Hochzeitspanik und flieht. Kate bleibt konsterniert zurück, und die Ehe ist Vergangenheit, bevor sie richtig begonnen hat.

Nun wittert Carina ihre Chance, Steve zurückzugewinnen. Derweil erobert Ross mit alten Mitteln Kate ein zweites Mal. Easy! Doch nichts ist so, wie es mal war. Wer will wirklich wen? Die Liebe lässt sich kein Gängelband anlegen, schon gar nicht durch brüchige Rollenbilder.