MEISTERDETEKTIV KALLE BLOMQUIST
von Astrid Lindgren
für kleine und große Menschen ab sechs Jahren
Aufführungsrechte beim Verlag für Kindertheater / Hamburg

Inszenierung: Christiane Wolff
Kostüme: Claudia Flasche
Bühne: C. Wolff
Mit: Sasha Bornemann, Johanna Krüger, Stefan Müller-Doriat, Ronja Schweikert

Premiere: Samstag, 16. Juni 2018, weitere Vorstellungen bis Freitag, 27. Juli 2018 (siehe Spieltermine)

Spielzeit-Bilanz 2018
Kinder/Familien- und Schultheater
Im Kinder/Familien- und Schultheater hatten wir erstmals ein eigenes Ensemble engagiert. So konnten wir mit „Kalle Blomquist“ und „Urmel aus dem Eis“ gleich zwei Produktionen für unterschiedliche Altersgruppen anbieten. Trotz eines erweiterten Schultheater-Angebots waren erneut alle Vorstellungen von „Kalle Blomquist“ ohne jegliche Werbung innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. Auch die Nachmittagsvorstellungen wurden stets vor vollen Rängen gespielt. Als zweite Produktion in Kintertheater trieb dann in den Sommerferien das „Urmel aus dem Eis“ sein witziges Unwesen und begeisterte erwachsene wie junge Besucher. Das kleine, aber feine vierköpfige Ensemble des Kindertheaters entwickelte beiden Inszenierungen noch einmal mit vielen neuen szenischen Ideen weiter und leistete bei teilweise tropischen Nachmittagstemperaturen Großartiges.

Der Anteil an Erwachsenen von nahezu 50% unterstreicht auch in der aktuellen Spielzeit, dass es dem Theatersommer gelungen ist, echtes Familientheater zu zeigen, das mit zeitlosen Stoffen die ganze Familie begeistert und gleichzeitig wertvolle pädagogische Akzente setzt. Durch das erweiterte Angebot sind die Zuschauerzahlen beim Kinder/Familien- und Schultheater um ca. 30 % auf sagenhafte 7.843 Besuchern angestiegen. Davon besuchten rund 3.434 Zuschauer das Schultheater und 4.409 die Nachmittagsaufführungen. Von 50 angesetzten Vorstellungen mussten nur zwei Vorstellungen wegen schlechtem Wetter abgesagt werden.

Zum Stück
Kinder wollen Theater! Das ist im Theatersommer gewiss: Die Erfolge des Kinder- und Familientheaters sprechen seit über fünfzehn Jahren für sich. In die Fußstapfen der ganzen tapferen Bühnenheldinnen und Helden tritt mit Kalle Blomquist einer der größten Detektive der Kinder-Welt-Literatur. Durch ihn bekamen die Kinder 2012 im Theatergarten erstmals einen echten Krimi zu sehen. In der schwedischen Originalausgabe macht er sich schon 1946 auf die Verbrecherjagd. Astrid Lindgrens „Meisterdetektiv“ erschien kurz nach „Pippi Langstrumpf“ als eines ihrer ersten Werke von und hat den Ruhm der großen schwedischen Autorin mitbegründet.

Kalle ist Detektiv, und als Vorbilder dienen ihm niemand Geringeres als Sherlock Holmes und James Bond. Die Sommerferien verbringt er in einem kleinen schwedischen Dorf bei Tante Mia. Dort kann man meisterhaft Spuren lesen, dort verfügt er sogar über ein Detektiv-Hauptquartier. Wie ein Luchs achtet der clevere Junge auf alles, was für die Aufklärung von Verbrechen entscheidend sein könnte. Könnte! Denn leider ist einfach nichts los im Städtchen, wenn man einmal absieht von „Kallotta“, dem Kalle-und-Lotta-Zirkus, den Kalle mit seiner allerbesten Freundin zusammen betreibt. Ansonsten droht Kalle und Lotta das Schlimmste: Langeweile. Den gutmütigen Dorfpolizisten zu foppen hilft nur kurz. Mathe lernen hilft gar nicht, obwohl gerade das Mathelernen für Kalles Erfolg in der Schule – messerscharf kombiniert – nur allzu sinnvoll wäre! Gerade jetzt in den Ferien hat Kalle doch Zeit und soll endlich was für die Schule tun. In den Ferien! Genau in diesem heiklen Moment taucht ein zwielichtiger Geselle namens Einar auf. Wenn Onkel Einar auch zur Verwandtschaft gehört, so entpuppt er sich doch mehr und mehr als ein verdächtiger Fremder. Denn verdächtig verhält er sich unbedingt. Wozu besitzt er denn wohl einen Dietrich? Da muss man was unternehmen. Das ist aufregend, es ist vor allem wesentlich besser als Mathe lernen. Wie Kalle dann zusammen mit Lotta seinen detektivischen Spürsinn einsetzt, wie er furchtlos und trickreich ermittelt, kombiniert, agiert – all dies hat schon Stil und Profil. Und es stellt sich heraus, dass es in Onkel Einars dunklen Machenschaften wahrscheinlich um weit mehr geht, als Kalle befürchtet, oder um ehrlich zu sein: sich erträumt hatte. Die abenteuerlichen Ereignisse überschlagen sich. Heimlich versteckt Einar sein Diebesgut, und zur Krönung taucht eine weitere verdächtige Person auf, die hinter der Beute her ist. Onkel Einar gerät in Panik! Was hat er alles zu verbergen? Wie schafft es Kalle, den Fingerabdruck zu ergattern, den er um jeden Preis braucht? Ist die unheimliche, verlockende Ruine ein gutes Versteck oder eine schreckliche Falle? Die Spannung steigt, nur die Erwachsenen sind mal wieder typisch schwer von Begriff. Tante Mia zum Beispiel merkt rein gar nichts. Dass Polizist Björk kriminalistisch keine Hilfe sein würde, war Kalle von vorneherein klar. Überraschend spitzt sich die Gefahr zu, in die Lotta und er geraten. Denn bei fetter Beute verstehen Bösewichte keinen Spaß. Für einen einzelnen Detektiv wird das fast eine Nummer zu groß. Wie gut, dass der Theatergarten immer voll sitzt mit lauter aufmerksamen Hilfsdetektiven …

Achtung Schulvorstellung

Auch in diesem Jahr bieten wir in den Wochen vor den Sommerferien wieder Vormittags-Vorstellungen für Schulen an. Sie beginnen jeweils um 10 Uhr, die Termine finden Sie hier. Ein Besuch ist jedoch nur für Schulklassen und nach Reservierung möglich (Reservierungen werden ab dem 1.3. entgegengenommen). Schulklassen erhalten einen Sonderpreis von 5 € pro Kind/Begleitperson – eine Begleitperson pro Klasse ist frei. Anmeldungen oder Anfragen bitte über unser Reservierungsformular.