MOMO
frei nach Michael Ende
Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater
Kinder- und Familientheater ab 6 Jahren

Inszenierung: Christiane Wolff
Kostüme: Claudia Flasche
Bühne: Christiane Wolff
Mit: Diana Gantner, Jörg Pauly, Samuel Johannes Schaarschmidt, N.N., Christian Werner

Premiere Wiederaufnahme: Sonntag, 23. Juni 2019, weitere Vorstellungen bis Mi. 31. Juli 2019 (siehe Spieltermine)

„Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und dem Kind, das den Menschen ihre gestohlene Zeit zurückbrachte“, so der Untertitel des 1973 erschienen Romans, der schon damals Leser jeden Alters in seinen Bann zog. Zeitlos aktuell, berührt der Aufstand des tapferen Mädchens gegen die grauen Herren auch heute noch alle Menschen – besonders im Theater. Das fantasievolle, spannende Abenteuer blüht im mediterranen Grün des Theatergartens voll auf und ist mit viel Humor, Spaß und feinfühlig ausgesuchter Musik gewürzt. Zugleich aber zieht die Inszenierung reichlich Stoff zum Nachdenken und Mitträumen aus dem Text von Michael Ende, der über sich sagte: „im Grunde schreibe ich nicht nur für Kinder.“

Das Mädchen Momo mit dem wilden Kraushaar taucht wie aus dem Nichts auf, hat keine Familie und kein Zuhause. Doch im verfallenen Amphitheater einer kleinen italienischen Stadt findet sie Freunde: den vergnügten Straßenkehrer Beppo, den Fremdenführer und Geschichtenerzähler Gigi und Nicoletta, die patente Wirtin der Pizzeria. Das Leben könnte so schön sein, wären da nicht plötzlich überall diese geheimnisvollen grauen Herren. Sie drängen die Menschen dazu, mit Hilfe ihrer Zeitsparkasse Zeit zu „sparen“. Sie überreden, erpressen und machen falsche Versprechungen. Fast alle fallen auf sie herein. Nur noch ein Kind setzt sich zur Wehr – Momo. Doch dann bekommt sie unverhofft Hilfe. Wird Momo es schaffen, die Mächtigen zu besiegen und den Menschen ihre Zeit zurückzubringen?

Michael Endes „Momo“ ist seit Erscheinen des Romans ein Kinderbuch-Klassiker. Momos Widerstand gegen die Egomanie und Gier der Erwachsenen stößt bis heute auf sehr viel Sympathie. Im Zeitalter von Globalisierung und Finanzskandalen einerseits und weltweit zunehmender Armut auf der andern Seite erscheint Endes Manifest aktueller denn je: Geld und vorgeblicher Profit sind kein Ersatz für gemeinsame Zeit, Fantasie, Herzlichkeit und Nächstenliebe. Bei allem ernsthaften Anspruch ist im Kinder- und Familientheater durchgängig für Spannung und Unterhaltung gesorgt.