ACHTUNG:
Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Beginn des Theatersommers 2020 verschoben werden. Wir planen im Moment eine verkürzte Spielzeit. Die Premiere von PIPPI LANGSTRUMPF wird voraussichtlich am 25. Juli stattfinden. Danach sind Vorstellungen bis zum 16. August geplant. Nähere Einzelheiten veröffentlichen wir Anfang Juni.

Bisher gekaufte Karten für frühere Vorstellungen können umgebucht oder gegen einen Gutschein getauscht werden. Sollte eine Produktion gar nicht stattfinden, ist auch eine Rückerstattung möglich. Bitte schicken Sie uns einfach eine EMail und wir kümmern uns!

Kinder- und Familientheater ab 6 Jahren
PIPPI LANGSTRUMPF
von Astrid Lindgren
In einer Bühnenfassung von Christian Schönfelder
Für den Theatersommer eingerichtet von Christiane Wolff
Alle Rechte beim Verlag für Kindertheater

Regie: Diana Gantner
Bühnenbild und Kostüme: Leif Erik Heine
Mit: Stephanie Friedrich, Farina Violetta Giesmann, Christian Werner, Lukas Spitzenberg

ACHTUNG SCHULTHEATER: Aufgrund der Corona-Krise hat das Kultusministerium die Schulen angehalten, alle außerschulischen Aktivitäten bis Schuljahresende abzusagen. Daher müssen wir alle Reservierungen für das Schultheater vorläufig zurücknehmen. Sollte sich die Situation aufgrund von neuen Verordnungen ändern, werden wir die Schulen erneut kontaktieren.

Pippi Langstrumpf lebt den Traum aller Kinder – genussvoll und anarchisch, kindlich unbekümmert, zugleich ohne Eltern vollkommen selbstbestimmt und radikal frei. Mit signalroten Zöpfen und geringelten Strümpfen, als Besitzerin der legendären Villa Kunterbunt, ist sie unter den starken Figuren Astrid Lindgrens die allerunsterblichste. Ihre Geschichten sind Kult, und so war es höchste Zeit, sie ins Kindertheater des Theatersommers einzuladen!

Kinder lieben Pippi seit Generationen, weil Pippi einfach alles darf und alles kann. Sie geht ins Bett wann sie will, zum Frühstück kocht sie für sich und ihre Tiere auch mal Spaghetti, über die Polizei macht sie sich ungestraft lustig und Bösewichte besiegt sie spielend. Jeder Widerstand gegen Pippis frechen Charme ist zwecklos. Mit der größten Selbstverständlichkeit erfindet sie phantastische Geschichten, jongliert nach Bedarf sowohl mit Worten als auch mit Tatsachen und verwirrt damit das enge Denken aller Kleinstadtbewohner. Die Villa Kunterbunt ist ihr Heim, sie ist ein Kind, also lebt sie in einem Kinderheim – da fällt der humorlosen „Tante“ vom Waisenrat nichts mehr ein. Dagegen können die Nachbarskinder Annika und Thomas ihr Glück kaum fassen, denn das unbezwingbare, fröhliche Mädchen erweist sich als die beste und großzügigste Freundin. „So eine Freundin will ich auch haben – oder am besten gleich so sein wie Pippi“, werden alle kleinen Zuschauerinnen und Zuschauer im Theatersommer denken, wenn das gewohnt spielfreudige Ensemble mit einem vergnüglichen Feuerwerk an Ideen eine Hommage an die liebenswerteste Kinderfigur aller Zeiten feiert.

 Story – Inhalt

Der Vater von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf ist hauptberuflich Kapitän und Inselkönig. Während er auf See und Pippis Mutter im Himmel wohnt, hat es sich die Tochter in ihrer lustig bunten Villa bequem gemacht. Hier lebt sie allein, aber glücklich mit ihrem Affen Herr Nilsson und mit ihrem Pferd Kleiner Onkel. Pippi besitzt einen Koffer voll Gold, sprudelt vor Einfällen und hält sich nur an eine Regel: Vorschriften gelten für sie nicht. Sie geht auch nicht in die Schule, lieber will sie voller Lebensfreude alles genießen! Kein Wunder, dass Annika und Thomas hingerissen sind von ihrer neuen Nachbarin, denn sie ist einfach die beste Medizin gegen Langeweile.

Für die Bewohner des kleinen Spießer-Städtchens wird jede Begegnung mit Pippi zu einem herausfordernden Abenteuer. Frau Prysselius möchte Pippi nur zu gern ins Kinderheim stecken. Der starke Alfons vom Zirkus will sie niederringen. Der Gauner Donner Karlsson und sein Kumpan Blom haben es hartnäckig auf Pippis Goldstücke abgesehen. Frau Settergren lädt sie zum Kaffeekränzchen ein, verliert aber am Ende die Nerven und dann kommen zwei Polizisten, um Pippi einzufangen. Sie trickst die beiden aus, wie sie überhaupt alles mühelos meistert. Und doch – als ihr Papa plötzlich mit seinem Schiff aufkreuzt und sie als Prinzessin nach Taka-Tuka-Land mitnehmen möchte, ist die neue Perspektive höchst verlockend: endlich mit Papa wieder an Bord gehen! Annika und Thomas stehen wie vom Donner gerührt daneben. Aber Pippi beweist einmal mehr, wie entscheidungsstark sie ist …

 Staunen im Kindertheater

Pippi Langstrumpf ist keines dieser vernünftigen Wesen, bei denen jede Hoffnung auf des Menschen wundersame Lebendigkeit verloren gegangen ist. Neugierig erlebt sie jeden Tag, jede Stunde und jede Begegnung als großes Wunder. Dadurch versetzt Pippi nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen in Verwunderung und Staunen. Voller Wissensdrang zerlegt sie Wörter, um sofort die Suche nach deren Sinn aufzunehmen. „Wer hat eigentlich zuerst herausgefunden, was die Worte alle bedeuten?“ Immer bringt ihr Staunen einen Erkenntnisgewinn, es zeigt neue Perspektiven auf und verändert die Welt.
Für Aristoteles steht das Staunen am Anfang allen Denkens. Die Suche nach der Wahrheit beginnt damit, Vorurteile zu beseitigen, Gewohnheiten aufzubrechen und scheinbar Selbstverständliches in Frage zu stellen. Goethe sagte, „Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen“. Für Pippi bedeutet das zu leben – der Spaß kommt dabei ganz von selbst: „Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass sie jemand findet!“

 Altersempfehlung

Im Jahr 2020 wird das Kinder- und Familientheater 20 Jahre alt. Angefangen hat es mit dem „Dschungelbuch“, „Urmel aus dem Eis“, „Pettersson und Findus“ und „Räuber Hotzenplotz“. Alles Produktionen, die sich primär für Kinder ab 5 Jahren geeignet haben. Mit Beginn des Schultheaters gab es dann auch Stücke, die nicht so einfach zu erfassen waren, sodass wir die Altersempfehlung teilweise auf über 6 Jahre gelegt haben.
Es gibt in allen Stücken, auch in denen, die sich für die Kleinsten eignen, spannende Situationen. Das Urmel soll entführt werden, Findus wird vom bösen Stier verfolgt, Seppel wird von Hotzenplotz bedroht und Mogli wird vom Tiger angegriffen. Eine gute Geschichte braucht einen Bogen, Konflikte und Situationen, in denen die Hauptfigur wie eine Heldin oder ein Held siegen kann oder gerettet wird. Es braucht also einen Spannungsbogen, damit ein Happy End eintreten kann! Diesen Bogen und damit den inhaltlichen Zusammenhang verstehen Kinder erst ab einem Alter von ungefähr 6 Jahren.