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Ein Sommerstück erster Klasse auf höchstem Niveau
„Lebhaft, turbulent und musikalisch geht es zu. Peter Kratz hat aus dem gemütlichen Heimatidyllstückchen nämlich eine unglaublich virtulente, trashige Version gemacht, ein Singspiel der zeitgemäßen Art. Da wirbelt er Männchen und Weiblein durcheinander und auch die Kostüme von Laura Yoro sind wieder Hingucker für sich.

Alle Schauspieler treffen meist haargenau die schmale Linie, die den guten Trash ausmacht, nahe an der scharfen Klippe zur Peinlichkeit und Übertreibung. Aber Peter Kratz kann mit seinem Ensemble jedes Wagnis eingehen, denn jeder der auf höchstem Niveau und mit größtem Spielspaß agierenden Darsteller hat ein feines Gespür für Rolle und Stück.

Wunderbar, wie Nina Maria Föhr den Oberkellner Leopold spielt. Sie ist der Prototyp einer Theatersommer-Schauspielerin, ungemein präsent, körperbetont, beweglich, in der großen und kleinen Geste absolut firm und und ungemein wandlungsfähig. Jens Woggon, wohl bekannter Schauspieler aus Stuttgart, hat man selten so perfekt gesehen wie als Josepha mit roter Perücke. Ebenfalls unschlagbar in seiner Rolle als Ur-Berliner Fabrikant Giesecke erlebt man Bernhard Linke.“ -LKZ-

Wunderbar, irritierend und amüsant zugleich
„Sachte bewegt der Sommerwind die Bäume im Ludwigsburger Cluss- Garten, unter einer Bergkulisse aus Pappe in Alpenglühen-Optik steht eine nach hinten abgekippte alpenländische Hausfassade (Bühne: Ennó Craiss). Nun hebt ein irrwitziges Spektakel an beim Ludwigsburger Theatersommer: Peter Kratz katapultiert das Alt-Berliner Lustspiel „Im Weissen Rössl“ von Oscar Blumenthal von 1896 mit allen Schikanen in die Gegenwart. Überhaupt: Peter Kratz hat das angestaubte Stück mit beherztem Zugriff in die genderbewegte Gegenwart versetzt, stellt Frauen in Männerrollen und Männer in Frauenrollen auf die Bühne – und das funktioniert ganz wunderbar, irritiert und amüsiert zugleich.“

Eine Begegnung berührt. Der schwule Fabrikantensohn Siggi (Jens Woggon) verliebt sich in den jungen Karl (Christine Last), der eigentlich gerne eine Frau wäre. Prekär und spannend geraten die Begegnungen der beiden, und da gewinnt die Inszenierung eine Qualität, die über das fröhliche Durcheinander des „Weißen Rössls“ hinausgeht.“ -StZ.-

Ein aberwitziges Schauspiel-Spektakel
„Ein aberwitziges Schauspiel-Spektakel, das die Lachmuskeln aufs Massivste strapaziert. Mit grandiosen Akteuren und (Gassen-)Schlagern wie „Mendocino“, „Er gehört zu mir“ und „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, die das Publikum zum Singen bringen. Insgesamt wird vom oft und herzlich lachenden Publikum viel applaudiert. Es gab nicht nur den finalen, nicht enden wollenden Applaus, auch zwischen den Szenen brachten die Zuschauer dem fünfköpfigen Ensemble Klatschkonzerte dar.“ -Bietigheimer Zeitung-

Ein Gender-Wirrwarr der Spaß macht
„Peter Kratz hat einen Gender-Wirrwarr auf die Bühne gestellt, der Spaß macht. Drei Frauen und zwei Männer spielen vier Frauen und fünf Männer. Zu studieren sind in dieser Inszenierung weibliche und männliche Körpersprache, und da bietet Theater Gesellschaftsanalyse auf lockere, unterhaltsame Art. Sehr gelungen sind die Kostüme von Laura Yoro in ihrem Mix aus alpenländischem Stil und Rocky-Horror-Picture- Show-Anmutung. Die Musik des Singspiels ist entschieden heutig. (…) Bernadette Hug, die überragende Darstellerin des Abends, spielt ihn als zähnebleckenden Charmeur mit wundervoll rollendem Burgschauspieler- R, dass zugleich an deutsche Filmklamotten der 50er Jahre erinnert.“ -StN.-