Der Theatergarten – ein Platz der Träume

„Irgendwo in der Stadt liegt ein geheimer Garten, ein Ort, der Träume wirklich werden lässt. Der Cluss‘sche Garten war das Kleinod des Fräulein Cluss. Der Name Cluss wird von alten Ludwigsburgern vor allem mit Bier und dem Cluss‘schen Saalbau, dem heutigen Scala, in Verbindung gebracht. Hier pflanzte das Fräulein zierliche Buchshecken und pflegte liebevoll ihre Rosen und Tulpenbeete. Das Fräulein starb hoch betagt, worauf Holunder und wildes Brombeergestrüpp in kürzester Zeit den Ort in Besitz nahmen.
Die Stadt Ludwigsburg kaufte den Cluss-Garten und die inzwischen abgerissenen Brauereigebäude. 1990 bezogen Christiane Wolff und Peter Kratz den Garten mit ihrem Theatersommer und gaben der Freilichtbühne ihr heutiges Gesicht. Im Sommer strömen hier die Menschen ein und aus. In der kalten Jahreszeit kann sich der Garten erholen, und so seinen Charakter bewahren. Das Herz des Gartens besteht auch heute noch aus zwei riesigen Eiben. Der alte Baumbestand ist teilweise bewachsen mit sattem Efeugrün, das die Baumruinen zu bizarren Skulpturen werden lässt. Im Südwesten befindet sich der vermutlich größte Ahornbaum der Innenstadt – schon vom Rathausplatz ist er gut zu sehen.“*Auszüge aus „Treff im Museum – Lieblingsorte in Ludwigsburg“ von Sabine Deutscher

Das Foyer im Freien wirkt mit Tischlein und Wäldchen wie die Bühne eines Tschechow-Stücks. Ein Ort wie nicht von dieser Welt, doch die Theater-Produktionen in diesem wunderbaren Garten sind stets absolut von dieser Welt. Die Lebendigkeit der Natur, die Weite des offenen Himmels, die zentrale Lage inmitten von Ludwigsburg und die sowohl künstlerisch anspruchsvollen, als auch unterhaltsamen Inszenierungen laden zu einem außergewöhnlichen Theater-Erlebnis ein.

Mehr zum Theatergarten erfahren Sie im Theatersommer-Archiv.